Blues Culture
Donnerstag, 20. September 2007
Das ist es, das Trio Infernal mit einer weiteren Auszeichnung im Gepäck. Ihre aktuelle CD „Blues Culture“ wurde mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Und ausgezeichnet ist auch der Blues der drei Männer. Abis intensive Stimme und sein dreckiges Gitarrenspiel, Steve, ein Monstermeister an der Harp und Martin mit seiner Rappelkiste, dem Cajon. Jeder ist ein Solist, alle drei eine Bluesband, die keinen Vergleich scheut. Blues Culture hat zwar den Blues nicht geschaffen, aber auf der Bühne entdecken sie diese ursprüngliche Musik in ihrer Eigenständigkeit wie neu. Musik, die schon hundert Jahre auf dem Buckel hat, wird unter den Händen dieser Meister frisch und unverbraucht. Das ganze kommt mit Spontaneität, Spielfreude und unbändiger Energie daher. Die deutsche Bluesvaterfigur Abi Wallenstein gehört seit dreißig Jahren zu den europäischen Bluesgrößen. Noch heute – wenn das Hamburger Wetter mitspielt – steht er auf der härtesten Bühne der Welt, der Straße. Der Londoner Steve Baker ist nicht nur Meister der Bluesharp, er entwickelt für Hohner eigene Modelle und schreibt entsprechende Bücher. Seine Verdienste zu beschreiben erfordert auch ein eigenes Buch. Auch Martin Röttger hat ein Lehrwerk geschrieben. Aber noch besser ist der Schlagzeuger auf und an seiner Rappelkiste, dem Cajon. Er hat dieses peruanische Instrument in Europa populär gemacht. Es ist verblüffend, die Kiste ersetzt ein aufwändiges Schlagzeug.
Der Saisonbeginn mit einem tollen Konzert. Mit Blues Culture!
BLUES Culture -
Abi Wallenstein, Steve Baker und Martin Röttger